Krystian Habdas

Der Raum dient der menschlichen Figur als Dolmetscher für deren Innenleben. Umgekehrt kann der Mensch ebenso als Raum verstanden werden, da der eine den anderen bedingt. Die Kombination von Perspektive und Figur ermöglicht es, die Situation von mehreren Seiten auf einmal zu beleuchten.

Der Versuch, die unendliche und schwer greifbare Gefühlswelt durch konstruierte Räume sichtbar und erkennbar zu machen, ergibt den künstlerischen Handlungsspielraum. Diese Darstellungsform dient als Prothese für das menschliche Empfinden. Diese ermöglicht es letztlich, das Fehlende bildlich mitzuteilen, wo das Verbale an seine Grenzen stößt.

Die Perspektive und der damit geschaffene Raum wird als Spiegel benutzt. Er zeigt dem Betrachter, was diesem vielleicht verborgen bliebe. Es soll auch nicht ein Blick aus einer herkömmlichen Perspektive sein, denn die verlässt ihren Standpunkt nicht und erzwingt somit keine neuen Sehgewohnheiten.


* 1982 in Slemien, Polen

2004-2007 Technikum Kärnten, Bauingenieurwesen
2009-2012 Freie Akademie der Bildenden Künste, Klagenfurt


2014 Freiraum Jenbach (Tirol), Gruppenausstellung
2012 Galerie In Art, AichtalGrötzingen (Deutschland), Gruppenausstellung
2012 Hotel Sandwirth, Klagenfurt (Kärnten), Kunst-Brunch, Gruppenausstellung
2011 Lange Nacht der Museen, Klagenfurt (Kärnten), Gruppenausstellung